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11.06.2007 14:20h 27. November 2009 - 19.00 Uhr

25 Jahre Förderkreis

Gelungene Jubiläumsfeier in der
Lutherischen Kirche,
und gut besuchte Ausstellung


Staatssekretär Alexander Schweitzer zeichnet Gründungsmitglieder aus

Weit über 200 Besucher gaben dem Förderkreis die Ehre, und machten aus der Jubiläumsveranstaltung in der Lutherischen Kirche einen beeindruckenden Festakt. Der Begrüßung der Gäste, darunter zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft durch Karlheinz Beer, dem 2ten Vorsitzenden, folgte zunächst ein Rückblick auf 25 Jahre Förderkreis, vorgetragen vom Vorsitzenden Dieter Weilacher. Er lies dabei ein Vierteljahrhundert engagierter Vereinsarbeit Revue passieren. 25 Jahre, in denen nicht nur der Förderkreis von 62 Mitgliedern im Jahr 1984 auf mittlerweile weit über 700 Unterstützer angewachsen ist, sondern in denen auch aus einer dem Verfall preisgegebenen Burgruine ein weit über die Landesgrenzen bekanntes Wahrzeichen der Stadt Wachenheim geworden ist. Dafür dankte er allen Beteiligten, der Stadt und der Verbandsgemeinde Wachenheim, den Denkmalschutzbehörden, dem Land Rheinland-Pfalz und nicht zuletzt den Mitgliedern und Förderern des Vereins.

Für diese Leistung sprach auch Staatssekretär Alexander Schweitzer dem Verein in seiner Laudatio höchste Anerkennung aus. Auch im Namen von Ministerpräsident Kurt Beck dankte er dem Förderkreis für sein vorbildliches Engagement. Er unterstrich in diesem Zusammenhang die Rolle des Ehrenamts, ohne das vieles in unserer Gesellschaft nicht möglich wäre. Gemeinsam mit der Landrätin des Kreises Bad Dürkheim, Sabine Röhl, zeichnete er daher die Gründungsmitglieder Günter Löchner, Michael Luft, Karin Morell, Friedel Mahler und Berend Pauli für ihre langjährige und vorbildliche ehrenamtliche Tätigkeit mit der Ehrennadel des Landes aus. Noch mehr Ehre wurde Wolfgang Meyer, dem langjährigen Pressewart und Dieter Weilacher, dem Vorsitzenden des Förderkreises zu teil. Ihnen konnte der Staatssekretär im Auftrag des Ministerpräsidenten die Landesverdienstmedaille ans Revers heften. Mit dieser Auszeichnung, einer der höchsten in Rheinland-Pfalz, sollen ihre großen Verdienste und Leistungen im Sinne des Gemeinsinns anerkannt und beispielhaft herausgestellt werden.
Die Wachtenburg ist, wie es auch Landrätin Sabine Röhl in ihrem Grußwort formulierte, für die Wachenheimer Bürger ein Stück Heimat. Dies gilt - so Dr. Georg Peter Karn vom Landesamt für Denkmalpflege in seinem Festvortrag - ganz allgemein für Baudenkmäler; denn, so Dr. Karn, "sie sind fester Bestandteil unserer Lebensumwelt". Als eine, wie die Wachtenburg schon von Weitem sichtbare Landmarke prägen sie unser historisches Bewusstsein. Dennoch, so konnte man seinen Ausführungen entnehmen, haben sie nicht zu allen Zeiten den notwendigen Schutz genossen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Denkmalschutzgedanke auf breiter Ebene Einzug gehalten, nicht zuletzt in Verbindung mit dem aufkommenden Tourismus in der Pfalz. Heute weiß man, dass denkmalpflegerische Maßnahmen in hohem Maße für ein attraktives Umfeld sorgen. Dafür sorgen neben der Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz auch über 500 Fördervereine, ohne die es, so Dr. Karn, nicht geht. Denn sie sind ein Ausdruck lebendiger Bürgerkultur. Dazu zählt auch der Förderkreis zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg e.V., "von dessen Leistungsfähigkeit man immer wieder aufs Neue überrascht ist" - so der Referent. Er hob in diesem Zusammenhang insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Förderkreises, aber auch den Architekten und Bauausführenden hervor und wünschte dem Verein "noch viele weitere Jahre segensreicher Arbeit".
Dem Festvortrag schloss sich eine Vielzahl weiterer Grußworte an. Sie alle würdigten die Arbeit des Förderkreises in den letzten 25 Jahren und dankten dafür, dass der Verein ein historisches, vom Verfall bedrohtes Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes "aus dem Dornröschenschlaf geweckt hat". Damit der Verein auch weiterhin zum Wohle der Burg arbeiten kann, gab es neben dem Dank meist auch noch einen Präsent in Form eines Spendenschecks oder Bargeld. Der Verein bedankt sich an dieser Stelle recht herzlich bei allen genannten und ungenannten Spendern!
Umrahmt wurde der Festabend von den exzellenten musikalischen Darbietungen der Bad Dürkheimer Musikern Matthias Denhoff (Klavier), Axel Müller (Gitarre) und Benedikt Scherrer (Trompete). Sie sorgten ebenso wie der Gründungsvorsitzende Michael Luft mit seiner gekonnt launigen Moderation dafür, dass der Festabend ein voller Erfolg wurde. Als ein voller Erfolg erwies sich auch die Jubiläumsausstellung am darauf folgenden Wochenende, dessen "Star" zweifellos der im vergangenen Jahr im Rahmen der archäologischen Grabungen gefundene, um das Jahr 1160 in Frankreich hergestellte Kerzenleuchter war. Ein in Deutschland bislang einmaliges Exemplar mittelalterlichen Kunsthandwerks. Daneben vermittelten die zahlreichen Schautafeln den Besuchern einen lückenlosen Überblick über die verschiedenen, in den letzten 25 Jahren durchgeführten Sanierungsmaßnahmen. Dazu kamen zahlreiche interessante Skizzen, Aufbaustudien und Fundstücke von der Burg. Der Förderkreis bedankt sich an dieser Stelle auch bei Hermann Beimborn und dem Heimatverein Wachenheim für das Besorgen und die Zusammenstellung der Vitrine mit den ersten urkundlichen Erwähnungen der Burg und weiterer interessanter Schriftstücke.
 
 

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